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Kurzbeschreibung
London und Paris kurz vor der Französischen Revolution, sind die Schauplätze des galanten Zweikampfes zwischen der leidenschaftlichen, aber resoluten Mary Challoner und dem kaltblütigen Teufel Dominic, der schließlich der Klugheit und dem Witz seiner Gegnerin unterliegt.
Kraftvoll und zärtlich zugleich entwickelt die Autorin die spannende Handlung dieses Unterhaltungsromans.
Quelle: Econ&List TB Ausgabe 1999
Textbeispiel
Er [Seine Lordschaft, der Marquis von Vidal] drehte sich um, als er hörte, daß die Tür wieder geöffnet wurde, um diesmal einen Gentleman in schwarzem Habit und Beffchen mit einer Ramillies-Perücke einzulassen. "Mr. Hammond?" sagte er. "Sie kommen im rechten Augenblick, Sir!"
Der Geistliche musterte ihn mit unverhohlener Mißbilligung. "Ich glaube, ich habe nicht das Vergnügen, Sie zu kennen, Sir", antwortete er frostig. "Ich bin - und das nur äußerst ungern - auf die Bitte eines Mr. - ah - Comyn hier."
"Aber ich bin es, der Ihre Dienste benötigt", sagte Seine Lordschaft energisch. "Mein Name ist Alastair. Sie begleiten, soviel ich weiß, Lord Edward Crewe auf der Grand Tour?"
"Allerdings, Sir, doch ich verstehe nicht, inwieweit das für Sie von Interesse sein könnte."
In diesem Moment ging Lord Rupert ein ganzes Feuerwerk auf. Er klatschte auf die Knie und rief: "Beim heiligen Petrus, jetzt hab ich's! Natürlich, das ist ein Priester, und deshalb wollten alle nach Dijon! Du meine Güte, das ist doch sonnenklar!"
Mr. Hammond betrachtete ihn mit einem ausgesprochen unfreundlichen Blick. "Leider weiß ich im Gegensatz zu Ihnen nicht, mit wem ich die Ehre habe, Sir."
"Wie?" sagte Rupert. "Oh, ich heiße Alastair."
Mr. Hammond errötete ärgerlich. "Sir, wenn das ein Witz sein soll, finde ich ihn leider durchaus nicht komisch. Falls Sie mich hierherbestellt haben, Mr. Comyn, um sich einen dummen Scherz mit mir zu erlauben -"
Léonie stand auf und ging auf ihn zu. "Bitte ereifern Sie sich nicht, Monsieur", sagte sie begütigend. "Niemand will sich einen Scherz mit Ihnen erlauben, das versichere ich Ihnen. Wollen Sie nicht Platz nehmen?"
Mr. Hammond taute ein wenig auf. "Vielen Dank, Madam. Wenn ich erfahren dürfte, mit wem -"
"Oh, sie heißt auch Alastair", sagte Rupert, dem bereits der Schalk im Nacken saß.
Als Seine Hochwürden eine tiefgekränkte Miene aufsetzte, mischte sich Mr. Comyn hastig ein. "Sie gestatten, Mylord! Sir, darf ich Sie mit der Herzogin von Avon bekannt machen, ebenso mit dem Sohn seiner Gnaden, Mylord Vidal, und deren Schwager, Lord Rupert Alastair."
Mr. Hammond zuckte zurück und starrte den Marquis entsetzt an.
"Verstehe ich richtig, daß dieser Herr niemand anderer ist als der Marquis von Vidal, der - Sir, wenn ich das gewußt hätte, wäre es Ihnen nie gelungen, mich zu überreden, dieses Haus zu betreten!"
Der Marquis zog arrogant die Brauen hoch. "Mein Guter", sager er, "man hat Sie nicht geholt, um über meine Moral zu richten, sondern damit Sie mich mit einer gewissen Dame trauen, die sich gegenwärtig in diesem Etablissement befindet."
"Um Gottes willen, Dominique!" schrie Léonie bestürzt. "Das kannst du nicht! Du hast doch gesagt, sie ist schon mit Mr. Comyn verheiratet!"
"Das dachte ich, Madam, doch trifft es nicht zu."
"Sir", sagte Mr. Hammond empört, "ich weigere mich ganz entschieden, hier eine Trauung vorzunehmen!"
Lord Rupert beäugte ihn durch sein Monokel. "Wer ist denn dieser Kerl?" fragte er hochmütig. "Ein ekelhafter Popanz, findet Ihr nicht?"
Herrlich, Rupert ist einfach großartig! In einem anderen Buch reißt er sich die Perücke vom Kopf, springt darauf herum und setzt sie sich anschließend wieder auf!
Anmerkungen
Meine erste Begegnung mit Georgette Heyer! Ein recht romantischer Roman. Bemerkenswerterweise ein Nachfolger von "Der Page und die Herzogin" (Dominic ist der Sohn des Herzogs aus vorgenanntem Buch!)
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